Partizipative Gewalt·prävention. Das heisst: wir schauen zusammen, was unsere Grenzen sind. Und dass alle Menschen sicher und wohl leben können.
Wir von der sebit halten im März an der Fach·tagung Bündner Standard einen Workshop. Der Workshop heisst „partizipative Gewalt·prävention“. Gewalt·prävention heisst: Schauen, dass keine Gewalt passiert. Ein wichtiges Wort dabei ist auch Partizipation. Das bedeutet: Alle sollen mit·machen und mit·entscheiden können. Nicht nur Fach·personen ohne IV, sondern auch Menschen mit Behinderungen selbst. Sie wissen am besten, was sie brauchen, um sich sicher zu fühlen.
Wir leiten den Workshop als inklusives Team. Das heisst: Eine Fach·person mit und eine Fach·person ohne IV-Rente leiten den Workshop zusammen.
Im Workshop denken wir über verschiedene Dinge nach. Zum Beispiel: Warum ist es wichtig, eigene und andere Grenzen zu kennen und zu schützen? Grenzen sind Regeln, die jeder Mensch für sich selbst setzt. Zum Beispiel: „Ich bestimme, wer mich berührt.“
Und wir überlegen mit den Teilnehmenden im Workshop:
- Wie schaffen wir es, dass keine Gewalt passiert?
- Wie können Menschen mit Behinderungen mit·entscheiden?
- Wie schaffen wir sichere Räume für alle Menschen?
Wir richten uns dabei auch nach der UNO-Behinderten·rechts·konvention (UNO-BRK). Artikel 16 von der UNO-BRK sagt: Keine Gewalt. Niemand darf Menschen mit Behinderung Gewalt antun, sie miss·brauchen oder sie ausnutzen.
Wenn alle mitreden, funktioniert Gewalt·prävention besser. Wir sammeln Ideen, wie das in der Praxis klappt. Zum Beispiel:
- Menschen mit Behinderungen helfen mit, Schutz-Regeln zu erstellen
- Sie sagen, was sie brauchen, um sich wohl und sicher zu fühlen
- Sie bekommen Schulungen, um ihre Rechte zu kennen
Wir glauben: Zusammen können wir viel erreichen. Jeder Mensch hat das Recht, sicher, wohl und ohne Angst zu leben. Lasst uns zusammen daran arbeiten!
Yelisaveta Staehlin, Prozess·begleitung mit
Irene Pignataro, Lern·begleitung