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News
von der sebit schweiz

Inklusive Zusammen·arbeit – Gemeinsam stark und auf Augen·höhe

Hier lesen Sie Berichte zum Neusten von der sebit schweiz.

sebit Schweiz macht regelmässig Workshops zur UNO-Behinderten·rechts·konvention (UNO-BRK). Dort lernen Menschen mit und ohne Behinderungen in inklusiven Teams zusammen·zu·arbeiten.

Inklusive Zusammen·arbeit bedeutet: Menschen begegnen sich respektvoll und auf Augen·höhe. Jeder Mensch wird ernst genommen. Alle lernen voneinander. Das ist ein wichtiges Anliegen von der UNO-BRK. Ziel ist: Alle können gleich·berechtigt mit·machen und ihre Stärken zeigen.Die UNO-BRK sagt klar: Jeder Mensch hat Würde, Selbst·bestimmung und ist gleich·berechtigt. Damit dies gelingt, müssen wir die Begriffe verstehen und im Alltag leben.

Ein wichtiger Teil ist der Rollen·wechsel: Menschen verlassen ihre üblichen Rollen, zum Beispiel als Chef:in, Betreuer:in oder Klient:in. Dadurch entstehen neue Begegnungen. Dieser Schritt hilft uns: Wir machen Hindernisse kleiner. Wir erkennen alle als gleich·wertig an. Und wir hinterfragen unser Handeln im Alltag oder bei der Arbeit. Das Erfahrungs·wissen von Menschen mit Behinderungen zählt genauso wie das Fach·wissen. Erfahrungs·wissen heisst: Ich weiss viel, weil ich es erlebe und erlebt habe. Ich weiss über mein Leben am besten Bescheid.

In inklusiven Teams machen wir eigene Regeln. Zum Beispiel: zu·hören, Pausen machen oder in Einfacher Sprache sprechen. So üben wir Zusammen·arbeit Schritt für Schritt.

So begegnen sich Menschen in einem neuen Rahmen. Wir erkennen Barrieren und Schwierigkeiten, die sonst verborgen bleiben. Gemeinsam suchen wir Lösungen und schauen: Wie geht es jetzt weiter? Ziel ist mehr Teil·habe und Selbst·bestimmung für alle.

Inklusive Zusammen·arbeit ist keine Selbst·verständlichkeit. Sie passiert nicht von allein. Sie muss geübt werden – jeden Tag. Dafür braucht es Offenheit und Einsatz von allen.

 

Roger Waser, Prozess·begleitung.